… mehr Hochwasserschutz

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Moorschutz ist Hochwasserschutz

Speicherfähigkeit des Torfes Neben der Bedeutung der Erhaltung der Moore zur Vermeidung von C02 – Emissionen wird die Speicherfähigkeit der Moore für den Wasserhaushalt und das Niederschlagswasser oft unterschätzt. Torf kann bis zu 80 % seines Volumens an Wasser aufnehmen und speichern. Niederschläge werden in l/m gemessen. Eine Niederschlagsmenge von 30 – 50 l in kurzer Zeit kann im Hügelland schon zu Überschwemmungen fhren. Im Flachland schafft sie nur Ablauf- und Regulierungsprobleme.

1 m Torf speichert 800 l , bei 4 m Mächtigkeit sind das für 1 m schon 3200 Liter Wasser pro m!, das sind 3,2 m. Damit ist Moor ein natürliches Regulativ für riesige Niederschlagsmengen.

Auswirkungen des Torfabbaus

Bei jeder Abtorfung gehen diese Speicher auf Dauer verloren. Aus abgetorften Flächen, auch wenn sie wieder vernässt sind, fließt Niederschlagswasser fast ungebremst ab. Bei jedem Hektar Abtorffälche und einer Abbautiefe von 4 m mit rd. 40 0000 m Torf, geht Speichervolumen für insgesamt 32000m Niederschlagswasser ersatzlos verloren. Ein enormer Eingriff in den Wasserhaushalt der Region! Doch gravierender sind die normalen Regenmengen in kurzer Zeit. Verhalten wieder vernässter Flächen Um das zu verstehen, stelle man sich eine abgetorfte Fläche vor, auf der man wieder Moose ansiedeln will. Dafür darf das Niederschlagswasser nur ganz flach angestaut werden.

Ein flacher See also, von dem jedes Mehr an Wasser sofort abfließt. Pro 10 l/m Niederschlag wurde aus der kleinen 10 ha großen Fläche 1 Million Liter oder 100 m, aus der Flächen mit 240 ha das 24 fache, nämlich 24 Millionen Liter oder 2400 m Wasser ungepuffert unmittelbar nach dem Niederschlag abfließen. Und 10 l/m ist nur eine anschauliche Rechengröße! Es kommen 30 – 50 l/m Niederschlag in kurzer Zeit vor. Die Folgen sind teure Regulierungsmaßnahmen unterhalb der Torfabbaufläche für die schnell abfließenden Wassermengen und ein hoher Wasserverlust für den Boden.